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Freitag, 3. Juli 2020

Gemeinderatssitzung - 30.06.2020

 
Liebe Sörgenlocher,

Am Dienstag war es wieder soweit und der Gemeinderat tagte. Wer glaubt, dass es dieses Mal weniger spektakulär zuging wie beim letzten Mal, wird eines Besseren belehrt, zumindest, wenn er den Beitrag bis zum Ende liest.

Folgende Tagesordnungspunkte (TOP) galt es für den Gemeinderat abzuarbeiten:
  1. Einwohnerfragestunde
  2. Anhörung der SPD-Fraktion gemäß § 35 Abs. 2 GemO im Gemeinderat hier: Darlegung der Ergebnisse der Prüfungen/Gutachten für die Eignung eines zukünftigen Wohngebietes
  3. Antrag der SPD-Fraktion gem. § 35 Absatz 3 der Gemeindeordnung hier: Möglichkeit der Beschlussfassung des Gemeinderates und der Ausschüsse auch per Umlaufverfahren o. mittels Video- oder Telefonkonferenz
  4. Bebauungsplan „Eigentümergärten Nördlich des Sportplatzes – 1. Änderung vom 30.06.2020“ der Ortsgemeinde Sörgenloch hier: Aufstellungsbeschluss gem. § 2 Abs. 1 BauGB
  5. Verlosung der zu vermietenden Kleingartenparzellen
  6. Erlass einer Satzung über die Höhe des Ablösebetrages bei Nichtherstellung von Kfz-Stellplätzen sowie die Festsetzung eines Ablösebetrages
  7. Multifunktionsgeräte hier: Einleitung des Vergabeverfahrens
  8. Anschaffung eines Konvektomat/Kombidampfgarers für die kommunale Kita Sörgenloch
  9. Bauanträge
       9.1
Bauantrag 113/20, Erweiterung Bauhof, Sörgenloch
  1. Verschiedenes
  2. Eigentumsregulierung (nichtöffentlich)
  3. Bekanntgabe der Beschlüsse aus dem nichtöffentlichen Teil der Sitzung


TOP 1:
Auch heute fanden wieder einige Bürger den Weg ins Vereinsheim, um die Ratssitzung mitzuverfolgen. Fragen gab es keine.

TOP2:
Am Ende seiner Amtszeit hatte der vorherige Bürgermeister Frieder März (FWG) noch eine Idee angestoßen wie ein Baugebiet unterhalb von Wethbach 2 und der Oberweide kurzfristig aufgrund einer Sonderverordnung realisiert werden könnte. Sein Nachfolger Bernd Simon verfolgte diese Projekt nicht weiter, da u.a. ein Schallgutachten davon abriet, dort ein Baugebiet zu realisieren. Dies warf Fragen auf, denn das letzte Baugebiet "Wethbach 2" grenzt unmittelbar an das Plangebiet an. Wieso also das eine Baugebiet realisieren und direkt untendrunter ist es es für ein weiteres Vorhaben zu laut? So etwas gilt es zu verstehen, um dieses Wissen in zukünftige Planungen miteinfliessen zulassen. Daher stellte die SPD den Antrag einer Anhörung der Gutachtenersteller, um auch bei zukünftigen Baugebieten diese Überlegungen mit einzubeziehen. Die Prämisse: Lernen, um für neue Vorhaben besseres Rüstzeug (Wissen) zu haben.

Der Antrag wurde noch in 2019 gestellt. Die Anhörung konnte aufgrund des Corona-Virus aber erst jetzt durchgeführt werden. Die Verwaltung lud entsprechend des Antrags Experten von der Verbandsgemeindeverwaltung und des ISU-Planbüros ein. Zudem waren die Ersteller des Schallschutzgutachtens anwesend. Es fehlte lediglich der verantwortliche Ersteller für das Artenschutzgutachten (99 Seiten "Fachlektüre"), was später auch seitens der SPD moniert wurde.
[Anmerkung: Ein erstes Raunen ging durch den Saal - musste die SPD sich wirklich beschweren, die Mehrheit der geforderten Personen war doch anwesend. Wieso brauchen wir auch noch den Artenschutzgutachter? In dem Gutachten gab es doch keine Auffälligkeiten. Schnell war also wieder vergessen, dass die SPD diese Anhörung als Lerneinheit für den Gemeinderat gesehen hat! Wissen hat bekanntlich noch keinem geschadet. Scheinbar sehen das nicht alle so.]

Um es kurz abzutun:
Die wesentlichste Information kam nicht vom Schallgutachter, sondern vom Sachverständigen der VG-Verwaltung Herrn Dvorak:
Nach seiner Aussage gab es 2019 eine Gesetzesänderung was die Beachtung der Schallimmissionen von der Feuerwehr betrifft. D.h. was für das Neubaugebiet "Wethbach 2" noch nicht galt, gilt aber für das direkt angrenzende Gebiet! Die neuen Grenzwerte, Bedingungen sind mit einem einfachen Baugebiet nicht mehr zu erfüllen. Dies wäre nur mit weiteren Schutzmaßnahmen möglich.

Weitere interessante und wissenswerte Information von der Anhörung waren:

  • Bei der Erstellung eines Schallgutachtens werden keine Messungen vorgenommen. Auch keine Stichproben! Wie kommen die Schallgutachter dann auf ihre Ergebnisse? Es werden Gespräche mit den Verursachern der Lärmquellen ( den betroffenen Betrieben wie KFZ Grieser, Zimmerei Schmuck, Feuerwehr Sörgenloch) geführt. Gemäß deren "ungeprüften", weil plausiblen Angaben wird dann mithilfe von Statistiken eine Lärmbelastung berechnet. Bei Überschreitung wird dann dem Baugebiet eine Absage erteilt bzw. empfohlen. Das ist Usus und wird überall so gehandhabt. (verantwortlich für die Schallgutachten waren die Sachverständigen für Schallschutz Möbus)
Planungsflächen 1-4
  • Es gibt bereits ein Schallschutzgutachten für Planungsfläche 4. Dies war zumindest Teilen des Gemeinderats bisher nicht bekannt! Wurde also ohne Kenntnis und Zustimmung des Bauausschusses bzw. des Gemeinderats von der Ortsverwaltung in Gang gesetzt. Dazu gleich noch mehr…
     
  • Sehr informativ waren auch die Ausführungen der Mitarbeitern des Planungsbüros ISU Frau Bachmann-Jacob. Sie erläuterte das Für und Wieder für die verschiedenen Planungsflächen. Ob ihr auch bewusst war, dass sie dem Rat völlig neue Informationen gab als sie näher auf die Planungsfläche 4 einging? Zumindest einige Ratsmitglieder - inklusive meiner Person - runzelten erstaunt die Stirn, wie weit doch die Denke Richtung eines großen Baugebiets mitten im Landschaftsschutzgebiet fortgeschritten sind! [Anmerkung: Hierüber wurde noch nicht ein einziges Mal im Gemeinderat beraten.]
  • Im Schritt 1 soll das bereits beschlossene Baugebiet (Planungsfläche 1, Größe 1,3ha) erschlossen werden. Dann soll in einem weiteren Schritt die neue Planungsfläche 4 (1,9ha) hinzukommen. Mit insgesamt 3,2 ha (32.000qm) also ein großes Neubauprojekt.
  • Die neue Planungsfläche 4 grenzt direkt an die Zimmerei Schmuck an. Nicht erstaunlich also, dass einige Ratsmitgliederverwundert waren, dass an einem Ort mit hohen Schallimmissionen direkt angrenzend ein Wohngebiet erstellt werden soll.
Hierauf wiederum reagierte die Mitarbeitern des Planungsbüros ISU erstaunt: Es läge doch bereits ein Schallschutzgutachten vor! Kennen das die Ratsmitglieder etwa noch nicht? Nein, zumindest die Ratsmitglieder der SPD wussten hiervon nichts!
Im Gegensatz zu den Planungsflächen 2 und 3, die man mit dem Vermerk auf das Schallgutachten "fallen" lies, wurde der Sachverständige Möbus hier mit einer Lösungsanfrage wie man das Baugebiet dennoch umsetzen könne, beauftragt. Wieso hier so ein besonderer Ehrgeiz seitens der Verwaltung an den Tag gelegt wird, ist mir noch ein Rätsel. Die Lösung jedenfalls ist: eine Mauer von 50m Länge und 9m Höhe.
Auf die Frage, ob dies auch nur ansatzweise in das Ortsbild passt, folgte die Antwort der Städteplanerin, dass dies durchaus lösbar sei. Entweder ein oder mehrere Hochhäuser oder Reihenhäuser können hier erstellt werden, die als Schallschutzdämpfer für das restliche Baugebiet dienen würden. Hochhäuser in Sörgenloch - verfolgt die Verwaltung etwa das ehrgeizige Ziel Nieder-Olm als Stadt zu folgen? (Vorsicht Ironie!). Die nächsten Ratssitzungen werden hoffentlich mehr Transparenz über die Absichten der Verwaltung an den Tag bringen.

TOP3:
Die Option, das der Gemeinderat und Ausschüsse Beschlüsse z.B. per Video- oder Telefonkonferenz fassen können, wird nicht ermöglicht. Der Kreis Mainz-Bingen als Aufsichtsbehörde sieht keine Notsituation und von daher keine Bedarf diesem Anliegen Rechnung zu tragen.

TOP4/TOP5:
Der Rat stimmte der Änderung des Bebauungsplans und somit dem Entstehen dreier neuer Kleingärten zu. Anschließend wurden diese im Losverfahren den stolzen neuen Kleingärtnern zugeteilt. Wir wünschen den glücklichen neuen Kleingartenbesitzern viel Freude mit ihren Gärten, einen schönen Rückzugsort vom stressigen Alltag und gute und reichliche Erträge beim Ernten der Gartenfrüchte.

TOP6:
Über diesen Punkt konnte nicht abgestimmt werden, da eine Anlage in den Unterlagen fehlte. Die Abstimmung wurde auf die nächste Ratssitzung verschoben.

TOP7
Der Einleitung des Vergabeverfahrens für Multifunktionsgeräte (inkl. Wartung) für unsere Verwaltung wurde einstimmig zugestimmt.

TOP8
Der Anschaffung eines Konvektomats (auf Deutsch: Heißluftdämpfer) für die Kindertagesstätte wurde ebenso einstimmig zugestimmt. Beigeordneter Michael Wald, der sich um die Belange der Kita kümmert, berichtete zudem Positives: Er hat bereits einen Antrag zur Unterstützung seitens des Landes gestellt. Wird dieser genehmigt, erhält die Gemeinde einen Zuschuss in Höhe von 5.000 Euro! Die Aussichten seien gut - so Michael Wald.

TOP9/TOP9.1
Gegen die beiden Bauanträge gab es keinerlei Einwand. Sowohl dem Bauvorhaben einer Privatperson im alten Ortskern fand Zustimmung wie auch der Bauantrag für den Umbau des Bauhofs. Die Bauhofmitarbeiter sollen in diesem Zuge einen eigenen Aufenthaltsraum erhalten. Eine gute Sache!

TOP10
Unter Verschiedenes wurde seitens der VG-Verwaltung offene Fragen zur Brücke an der Darmstadtmühle beantwortet. Auch hier ein Danke Schön an Herrn Dvorak, der weiteres Licht in die alte Angelegenheit brachte. Nur soviel: Die Kosten für einen Neubau belaufen sich auf 240.000 Euro und sind nach Prüfung von 2 Planungsbüros realistisch! Wie und ob ein Neubau, eine Sanierung stattfinden wird, darüber wird im Rat noch zu beraten sein.

Zudem informierte Ortsbürgermeister Bernd Simon, dass die Verkehrsproblematik an der Oberhecke seitens der Verwaltung weiterhin im Blickfeld sei. Ob die Lösungsansätze greifen (Zwischenparken der Laster in Nieder-Olm und nur vereinzeltes Anfahren in Sörgenloch) sei noch nicht abschließend feststellbar. Hierfür greifen die Maßnahmen einfach noch zu kurz.

Damit war die Ratssitzung allerdings noch nicht beendet…

Unter dem Punkt "Verschiedenes" verschafften sich zwei FWG-Ratsmitglieder Luft und taten ihren Unmut gegenüber der SPD kund. Die SPD stelle bei jedem Vorhaben Fragen, habe Einwände, andere Sichtweisen und verbreite damit eine schlechte Stimmung im Rat! Man solle doch endlich wieder an einem Strang ziehen und "bedingungslos" der FWG folgen. Es blieb aber nicht bei den Aussagen: Auch der Fraktionsvorsitzende der FWG schloss sich seinen Vorrednern an und gab damit den Aussagen noch mehr Gehalt und Wichtigkeit. Letztlich applaudierten die Beigeordneten und der Ortsbürgermeister für soviel Zuspruch. 
Das ganze wirkte sehr bizarr und unwirklich. Streiten, diskutieren, andere Meinungen akzeptieren und wenn man am Ende mit einer Mehrheit gewinnt - was will die FWG denn mehr? Wieso hat sie ein Problem damit, wenn jemand trotzdem eine andere Meinung hat und kund tut? Der SPD-Fraktionsvorsitzende wirkte entsetzt und enttäuscht zugleich. Ein solches Verhalten in einer Ratssitzung hatte er nicht erwartet.

[Anmerkung:
Was die FWG auch noch vergas: In jüngster Zeit häuften sich auch die kritischen Nachfragen seitens des Koalitionspartners CDU. Nicht umsonst verlies Tobias Stauder, Fraktionsvorsitzender der CDU, aus Protest die Ratssitzung im Mai. Gescholten wurde aber nur die SPD.

Ortsbürgermeister Bernd Simon (FWG) sprach nach seiner Wahl von einem großen "Miteinander". Seine Vision war, die Verwaltung um einen dritten Beigeordneten zu erweitern. Jede Partei solle einen Beigeordneten stellen und somit eine starke Einheit gebildet werden. Der dritte Beigeordnete ist vorhanden, allerdings sind jetzt 2 Beigeordnete von der FWG und einer von der CDU. Seine Vision vom großen "Miteinander" ist sicher nicht an seiner Person gescheitert - das sei klargestellt! Bei der Umsetzung hatte seine Partei eben eine andere Vision.]

Ob für das "Niedermachen" einer Partei im Gemeinderat wirklich Platz ist oder ob ein Vorabgespräch unter 4, 6, 8 Augen zwischen den FWG-Mitgliedern, dem Fraktionsvorsitzenden der FWG und dem Fraktionsvorsitzenden der SPD nicht zielführender gewesen wäre - das darf jeder für sich selbst entscheiden.




Donnerstag, 2. Juli 2020

Öffnungszeiten der Ortsgemeinde Sörgenloch


Ab Ferienbeginn, den 06.07.2020 ist die Ortsgemeinde Sörgenloch wieder zu den gewohnten Zeiten zu erreichen. Telefonisch Di.-Do. von 09.30 Uhr bis 11.30 Uhr und Montags im Rathaus zur Bürgermeistersprechstunde von 17.00 Uhr bis 19.00 Uhr. Am 13.07. und 20.07.2020 entfällt die Sprechzeit des Bürgermeisters.

Quelle: Gemeinde Sörgenloch

Montag, 1. Juni 2020

ACHTUNG - wer Interesse an einem KLEINgarten hat, sollte das lesen!

Auszug aus dem letzten Beitrag zur Gemeinderatssitzung vom 12.05.2020

TOP9
Anstelle des Lagerplatzes für Grünschnitt der Gemeinde sollen jetzt Kleingärten eingerichtet werden. Diese waren schon vor dem Beschluss vergeben! Die Ortsverwaltung und Bürgermeister Simon waren der Meinung, dass die noch nicht berücksichtigten Personen, die auf der Warteliste der bisher vergebenen Kleingärten, verblieben waren, jetzt zum Zug kommen sollen. Der Gemeinderat hat mehrheitlich zugestimmt.
Ob diese Vorgehensweise fair oder nicht fair ist - das entscheide jeder für sich selbst.

Hier hat sich NEUES ergeben - was sicher auch den kritischen Anmerkungen der SPD-Oposition zu verdanken ist! 

Die Verwaltung hat jetzt aufgrund einer Falschinformation(?) doch noch nicht die neuen Kleingärten vergeben. Angeblich gibt es doch keine bestehenden Bewerber. Die Kleingärten sollen mittels eines "Losverfahrens" vergeben werden.

Ich hoffe doch sehr, dass die Gemeinde hier Sörgenlocher Bürger gegenüber Auswärtigen bevorzugt! 

WER INTERESSE AN EINEM kleingarten HAT, SOLLTE DIE NÄCHSTEN AUSGABEN DES NACHRICHTENBLATTS IM AUGE HABEN. Dort wird eine entsprechende Ausschreibung seitens der Ortsgemeinde vorgenommen.

Mittwoch, 13. Mai 2020

Gemeinderatssitzung -12.05.2020

Liebe Sörgenlocher,

dieser Tage wird unsere Geduld und Ausdauer stark auf die Probe gestellt. "Corona" bestimmt unseren Alltag und schränkt unsere sonst so gewohnten und geliebten Freiheiten und Freiräume ein. Solange es keine bahnbrechend neuen Erkenntnisse zu Corona gibt, wird das wohl auch noch eine ganze Weile so bleiben.
Umso mehr freut es mich, dass die Ortsverwaltung es geschafft hat, eine Ratssitzung durchzuführen. Denn das Leben geht weiter und die Gemeindetätigkeiten dürfen jetzt nicht "still stehen"! Als Ratsmitglied war ich zugegen und werde gerne berichten, was gestern vom Rat beschlossen wurde.

Soviel schon mal vorab:
Es gab auch gestern wieder einige intensive Auseinandersetzungen und Diskussionen über die zu treffenden Beschlüsse - leider so intensiv, dass der Fraktionsvorsitzende der CDU Tobias Stauder aus Protest über Missachtung seiner Wortmeldung die Sitzung vorzeitig verließ. Dies ist insofern besonders, da die Koalition von FWG und CDU den Rat dominiert.

Folgende Tagesordnungspunkte (TOP) standen in der Gemeinderatssitzung gestern auf dem Plan:

1. Einwohnerfragestunde
2. Erforderliche Baumaßnahmen am Außengelände der Kindertagesstätte "Selztal Abenteurer"
3. BVH: Kita Selztalabenteurer - Sörgenloch hier: Abdeckung von Mehrkosten durch die Außenanlage Kita Selztalabenteurer
4. Vereinshaus Sörgenloch Auftragsvergabe für die Errichtung einer Blitzschutzanlage
5. Errichtung einer weiteren Urnenstele auf dem Friedhof der Gemeinde Sörgenloch
6. Beschaffung eines elektronischen Zeiterfassungsterminals
7. Anschaffung eines Pritschenwagens als 3-Seiten-Kipper für den Bauhof
8. Neue Theke für das Vereinshaus
9. Kleingärten
10. Verschiedenes

TOP 1:
Erfreulich, dass auch gestern einige wenige Einwohner den Weg zur Ratssitzung ins Vereinsheim gefunden haben und somit ihr Interesse an der Gemeindearbeit bekundet haben. Fragen gab es keine.

TOP2 | TOP3:
Die Kindertagesstätte wurde saniert, umgebaut, modernisiert. Die letzten Arbeiten stehen nun noch im Außenbereich an. In Absprache mit der Verbandsgemeindeverwaltung hat der zuständige Beigeordnete Stefan Flore ein Konzept erstellt, um diese Arbeiten abschließen zu können. Der geschätze Gesamtaufwand in Höhe von 40.000 Euro soll laut dem Beigeordneten nicht voll ausgeschöpft werden, wurde aber so vom Gemeinderat genehmigt. [Anmerkung: Dem Rat standen laut Planung für 2020 22.000 Euro zur Verfügung, 18.000 Euro wurden jetzt von einem anderen Projekt einfach so weggenommen. Begründung: Das Projekt "Brücke Darmstadtmühle" wird wohl so nicht umgesetzt werden, daher könne man das Geld dort wegnehmen. Zur Not könne man ja einen Nachtragshaushalt beschließen, so die Ortsverwaltung]

Des Weiteren wurde eine Zahlung in Höhe von 24.000 Euro genehmigt. Diese Ausgaben sind im Haushalt 2019 bereits eingestellt gewesen. Die Maßnahmen wurden aber erst im Jahr 2020 fertig gestellt. Genauere Auskünfte konnte die Verwaltung hier nicht geben.
Das bedeutet: Die Leistung ist erbracht, aber das Geld steht nicht mehr zur Verfügung.
Woher also dieses Geld nehmen? Hierüber entbrannte dann auch eine längere Diskussion.
Ob unsere Kita "Selztalabenteurer"  in den Unterlagen aufgrund des Missstands auch von der VG-Verwaltung in "Selztalräuber" umbenannt wurde? Ein Schelm, wer dabei Böses denkt...

In Summe wurden für beide TOP 42.000 Euro von einem geplanten Projekt für 2020 ("Sanierung, Neubau der Brücke an der Darmstadtmühle und mehrjähige "Baustelle" der Ortsverwaltung) entnommen. Ist dies so in Ordnung? Darüber herrschte Uneinigkeit und die Fraktionsvorsitzenden von SPD und CDU gaben ihre Bedenken zu Protokoll. Die Mehrheit des Gemeinderats (bei TOP1 nur mit der zusätzlichen Stimme des Ortsbürgermeisters!) stimmte dem Vorgehen seitens der Ortsverwaltung zu.

GEPLANTE KOSTEN: 64.000 EURO

Anmerkung meinerseits:
Es herrscht allgemein Einigkeit im Rat, dass die Sanierung der Kita endlich abgechlossen werden soll! Es geht nicht mehr und nicht weniger darum, unseren Kindern eine ordentliche und funktionierende Kita zur Verfügung zustellen.
Doch ohne das notwenige Geld geht es eben nicht. Es ist mir auch klar, dass Gelder bei Projekten mit niedriger Priorität - aus Sicht der Verwaltung - abgezweigt werden sollen. Dass dies aber die Sanierung/Neubau der Brücke an der Darmstadtmühle betrifft, verwundert mich. Dieses Projekt steht schon mehrere Jahre auf der Agenda - passiert ist bisher noch nichts.

Der verantwortliche Beigeordnete für die Kita, Michael Wald, informierte über die getroffenen Corona-Maßnahmen in der Kita und welche Aktionen seitens der Kita auch in der kitafreien Zeit für die Kinder unternimmt. Das Kita-Team lässt sich hier Einiges einfallen - wofür ich gerne an dieser Stelle auch einfach nochmal DANKE sagen möchte! [Website KITA "Selztalabenteurer"]

TOP4
Hier wurde die Errichtung einer Blitzanlage für unser Vereinsheim beschlossen. Dieser "Mangel" wurde bei Prüfungen jetzt festgestellt und wird bald behoben sein.

GEPLANTE KOSTEN: 6.750 Euro

TOP5
Die vorhandenen Urnenplätze sind mittlerweile fast alle belegt. Daher wurde der Erwerb einer neuen Urnenstele für den Friedhof mehrheitlich von den Ratsmitgliedern zugestimmt.

GEPLANTE KOSTEN: 10.300 Euro

TOP6
Die VG-Verwaltung modernisiert und vereinfacht ihre Verwaltungstätigkeiten stetig. Daher soll jetzt auch ein Terminal für die automatische Zeiterfassung in der Kita errichtet werden. Auch dieser Maßnahme wurde zugestimmt.

GEPLANTE KOSTEN: 3.150 Euro

TOP7
Ein Pritschenwagen muss her! Der vorhandene Traktor reicht nicht mehr aus, um die anfallenden Arbeiten für die Gemeindearbeiter zu erledigen. Reicht ein gebrauchter Pritschenwagen für unsere kleine Gemeinde nicht aus? Nein - so Ortsbürgermeister Simon - denn solche Fahrzeuge würden meist nicht pfleglich behandelt und ein Gebrauchtwagen würde sehr wahrscheinlich eine Menge an Reparturkosten mitsichbringen. Darüber darf man sicherlich geteilter Meinung sein. In der Folge bezifferte er die Nutzungsdauer eines neuen Pritschenwagens bei 15 Jahren. Seiner Rechnung nach sind die Neukosten von ca. 30.000 Euro, somit im Schnitt bei 2.000 Euro pro Nutzungsjahr zu veranschlagen. Eine einfache Rechnung, die die Mehrheit des Rats scheinbar überzeugte. Dem Kauf wurde zugestimmt. Ich wünsche den Gemeindearbeitern viel Spaß mit dem neuen Fahrzeug und hoffe, dass die unter TOP "Verschiedenes" angesprochenen Baumaßnahmen im Bauhof (Errichtung von neuen Sozialräumen für die Gemeindearbeiter) auch bald umgesetzt werden.

GEPLANTE KOSTEN: ca. 29.000 Euro

TOP8
Die neue Theke für das Vereinsheim wird kommen, allen Bedenken zum Trotz. An dieser Stelle möchte ich die Arbeit der Arbeitsgruppe "Theke", federführend vertreten durch Ratsmitglied Helmut Krämer, lobend erwähnen. In drei Jahren wurde hier viel wertvolle Arbeit geleistet und Fachkenntnisse angeeignet. Hier liegt aber auch das Dilemma. Seit drei Jahren wird hierüber beraten! Der letzte Rat hat es nicht mehr geschafft, diese Maßnahme durchzuführen. Nach den letzten Wahlen haben sich viele Umstände im Ort verändert - so viel ein Großteil der Einnahmen der Gewerbesteuer überraschend weg. Geld das vorher da war, um mit einer neuen Theke unser Vereinsheim noch schöner und wertiger zu gestalten. Doch woher kommt das Geld jetzt? Werden die Einnahmen durch eine neue Theke im Vereinsheim höher werden? Wird die Miete entsprechend der Wertsteigerung erhöht werden?
Mir persönlich fehlt hier ein Konzept, um die Ausgaben in Höhe von 30.000 Euro zu rechtfertigen. Dies habe ich zu Bedenken gegeben, die Mehrheit des Rates hat es dennoch beschlossen.

GEPLANTE KOSTEN: 30.000 Euro

TOP9
Anstelle des Lagerplatzes für Grünschnitt der Gemeinde sollen jetzt Kleingärten eingerichtet werden. Diese waren schon vor dem Beschluss vergeben! Die Ortsverwaltung und Bürgermeister Simon waren der Meinung, dass die noch nicht berücksichtigten Personen, die auf der Warteliste der bisher vergebenen Kleingärten, verblieben waren, jetzt zum Zug kommen sollen. Der Gemeinderat hat mehrheitlich zugestimmt.
Ob diese Vorgehensweise fair oder nicht fair ist - das entscheide jeder für sich selbst.

TOP10
Der Beigeordnete Stefan Flore berichtete über die Fortschritte für den Bauantrag für die Umbaumaßnahmen beim Bauhof. Hier sollen Sozialräume für die Gemeindearbeiter errichtet werden. Wir alle hoffen auf eine schnelle Umsetzung dieser Maßnahmen und eine weiter Verbesserung der Arbeitsbedingungen für unsere Gemeindearbeiter!

Die Planungen für das Neubaugebiet wurden seitens der Ortsverwaltung auch vorangetrieben. Viel mehr Infos gab es hierzu noch nicht für den Gemeinderat. Wir sind also gespannt was da noch kommt.

Meine Anfrage, ob der Gemeinde das Abladen von Bauschutt auf dem Nutzweg im Wasserschutzgebiet oberhalb des Ortes bekannt ist, wurde mir bestätigt. Laut Bürgermeister Simon erfolgte dies ohne Genehmigung der Verwaltung. Fraglich für mich ist, wieso wurde ein Teil der Verunreinigung mit Rindenmulch einfach "übertünscht"? Und wieso wurde der Verursacher nicht aufgefordert seinen Bauschutt wieder zu entfernen und ordnungsgemäß zu entsorgen? Ich habe die Verwaltung hier um ein konsequentes Vorgehen gebeten. Des Weiteren hat der Fraktionsvorsitzende der SPD Klaus Wilms, um Aufnahme dieser Sache als Tagesordnungspunkt für die kommende Ratssitzung gebeten.


Zusammenfassend wurden in der Ratssitzung Ausgaben in Höhe von 143.200 Euro beschlossen. Bei wenigen Entscheidungen herrschte im Rat eine einstimmige Meinung vor. Das Neubaugebiet soll - laut Planangaben - der Ortsgemeinde in den kommenden Jahren einen stattlichen Gewinn bringen. Anders sind die großzügigen Ausgaben, die vor allem von der Koalition FWG und CDU durchgeboxt werden, nicht zu rechtfertigen. Wie einig sich die Koalitionspartner allerdings noch sind, bleibt abzuwarten. Gestern verlies CDU-Fraktionsvorsitzender Tobias Stauder vorzeitig die Ratssitzung.








Mittwoch, 22. April 2020

„Alt gegen Neu - Wir tauschen (fast) alles!“ RPR1. hilft Ärztin aus Sörgenloch in Corona-Zeiten

 Link zum Beitrag
„Alt gegen Neu - Wir tauschen (fast) alles!“ RPR1. hilft Ärztin aus Sörgenloch in Corona-Zeiten

Glückwunsch an Anne Hopprich!

Auszug aus dem Beitrag vom 27.03.:

Beim großen „Alt gegen Neu“-Finale am heutigen Freitag wurde dann noch ein ganz besonderer Tauschwunsch erfüllt: Unter allen Registrierungen wurde Anne Hopprich aus Sörgenloch in der „RPR1. Die Guten Morgen Show“ mit Laura und Ben aus dem Lostopf gezogen.

Anne ist Ärztin an der Universitätsmedizin Mainz und betreut zudem das Hospiz in Mainz-Drais. Durch die aktuelle Situation bereitet sich das Klinikum auf mögliche Quarantänemaßnahmen für Mitarbeiter vor. Und damit Anne auch weiterhin für ihre Patientinnen und Patienten da sein kann, benötigt sie dringend einen neuen Laptop.

Nach drei Songs war Anne tatsächlich in der Leitung und bekommt nun von RPR1. einen neuen Laptop. Am Ende appellierte sie noch an uns alle: „Bitte keine Panik bekommen, aber haltet euch an die Maßnahmen. Ich weiß, es sind schwierige Zeiten, aber haltet euch zurück und genießt das Wetter im Garten oder auf dem Balkon.“

Samstag, 4. April 2020

Willkommen im größten Tischtennis-Verein in Rheinland-Pfalz


Eine Tischtennisspielgemeinschaft bilden die Tischtennisabteilungen des TuS Sörgenloch und des TSV Zornheim seit nunmehr zwei Jahren.
Die neue TTSG Sörgenloch/Zornheim wurde damit zum größten Verein des rheinhessischen Tischtennisverbandes (RTTV) und sogar des Landes Rheinland-Pfalz, gemessen an der Anzahl der Mannschaften, die zum Ligabetrieb angemeldet worden sind.

Den ganzen Bericht könnt ihr hier lesen:

https://www.tus-sörgenloch.de/willkommen-im-groessten-tt-verein-in-rheinland-pfalz/

Samstag, 21. März 2020

Halt dich fit – bleib daheim – das geht allein! - Aktion des TuS Sörgenloch

Hallo ihr lieben Sportler,

leider dürft ihr wegen des Coronavirus im Moment nicht zum TuS in die Sporthalle oder auf den Mehrgenerationenplatz kommen um Sport zu treiben. Deshalb kommt der TuS jetzt zu euch!
Wir haben verschiedene kleine Filme mit Übungsanleitungen unserer Kursleiterin Bobby unter der Rubrik „Gymnastikvideos“ in der Menüleiste der Homepage veröffentlicht.
Man kommt auch direkt über diesen Link auf die Übungsseite.

Wir bedanken uns bei Bobby für die tolle Idee und wünschen euch viel Spaß!

Euer Vorstand

Montag, 16. März 2020

Gemeindeverwaltung ist bis zum 30.04.2020 für Publikumsverkehr geschlossen, ABER telefonisch erreichbar!


Sehr geehrte Mitglieder des Gemeinderates und der Ausschüsse, sehr geehrte Vertreter der Vereine,

die Gemeindeverwaltung der Ortsgemeinde Sörgenloch ist bis zum 30.04.2020 für den Publikumsverkehr geschlossen und ist bis auf Weiteres Montag bis Freitag von 09.00 Uhr bis 11.00 Uhr unter 06136-2234 telefonisch zu erreichen.

Vielen Dank!

Mit freundlichen Grüßen

i.A.
Sandra Weitzel
Ortsgemeinde Sörgenloch
Place de Ludes 10
55270 Sörgenloch
Tel: 06136/2234

Öffnungszeiten:
Mo.: 17.00-19.00 Uhr
Di.,Mi.,Do.: 09.30-11.30 Uhr